18. Oktober 2021 Jeden Monat wird sich D.J. Murphy, Chefredakteur von ISC News, an dieser Stelle mit einer führenden Persönlichkeit aus der Sicherheitsbranche unterhalten, die ihre Gedanken und ihr Fachwissen zu Themen teilt, die eine Vielzahl von Akteuren der Branche betreffen. Diesen Monat stellen wir Jimmy Angers vor, Chief Innovation Officer bei VOSKER, einem führenden Anbieter von über Mobilfunknetze verbundenen Kameras, die die Videoüberwachung von Außenbereichen wie landwirtschaftlichen Betrieben und Ranches, Baustellen, Immobilien und anderen abgelegenen Grundstücken ermöglichen. Angers spricht über Trends – darunter 5G –, die die Weiterentwicklung und Verbreitung der Mobilfunktechnologie vorantreiben, über die Herausforderungen bei der Überwachung abgelegener Standorte sowie über einige Anwendungsmöglichkeiten der Technologie, an die Sie vielleicht noch nicht gedacht haben.
ISC News: Welche Makrotrends beobachten Sie, die Mobilfunkverbindungen zur richtigen Technologie für Videoüberwachungsgeräte machen?
  Jimmy Angers: Um Vosker Mobile Sicherheitskameras ich sehe viele Anzeichen dafür, dass mobilfunkbasierte Sicherheitsgeräteund im weiteren Sinne alle mit dem Internet der Dinge verbundenen Technologienwird sich bald um eine flexiblere und kostengünstigere Art der Konnektivität drehen. Da der Wettbewerb unter den Mobilfunkanbietern zunimmt, stehen mittlerweile für große Teile der Bevölkerung erschwingliche Datentarife zur Verfügung. Zudem verbessert sich die Netzabdeckung zunehmend und erreicht heute mehr abgelegene Orte als je zuvor. Die 4G-LTE-Mobilfunkverbindung hat sich im Laufe der Jahre parallel zum WLAN weiterentwickelt, sodass sie nun schnell genug ist, um Videoüberwachung zu unterstützen, und kostengünstig genug, um Live-Videobilder auf Abruf zu angemessenen Kosten zu erhalten. Natürlich stellt die Überwachung rund um die Uhr aus Kostensicht für unsere Kunden nach wie vor eine Herausforderung dar, und daran arbeiten wir. Ein weiterer Trend, den wir beobachten, ist der steigende Bedarf an multifunktionalen Geräten, die eine Verbindung entweder über WLAN, PoE oder Mobilfunk ermöglichen. Wir können uns gut vorstellen, dass dies für gewerbliche Sicherheitsintegratoren mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen attraktiv ist.
ISC-Nachrichten: Wie passt die Einführung von 5G in dieses Bild?
  Angers: 5G bedeutet eine Weiterentwicklung der Infrastruktur, der Geschäftsmodelle sowie der Netzwerkleistung und -zuverlässigkeit von Telekommunikationsnetzen. Zudem verändert es das Spektrum der Anwendungsfälle für nahezu jede Technologie – insbesondere für uns in der Sicherheitsbranche. Dies könnte die Möglichkeit einer extrem niedrigen Latenz (durch mmWave) bei der Videoübertragung eröffnen, was für missionskritische Kommunikation und die Live-Lageerfassung von Nutzen ist – Bereiche, in denen das LTE-Netz derzeit noch Einschränkungen aufweist. 5G-Netze unter 6 GHz werden die Netzabdeckung im Freien (in ländlichen oder abgelegenen Gebieten) drastisch verbessern und damit die Marktreichweite für IoT-Unternehmen vergrößern. Das bedeutet auch ein besseres und schnelleres Internet überall. Doch selbst bei einem breiteren technologischen Potenzial müssen auch die kommerziellen Angebote und das Hardware-Ökosystem wettbewerbsfähig sein, um die Attraktivität von 5G zu steigern. Wir verfolgen diese Entwicklungen sehr genau und halten unsere Kunden auf dem Laufenden über Unser Newsletter.
ISC-Nachrichten: Vor welchen Herausforderungen stehen Sicherheitsexperten im Zusammenhang mit vollautonomen Geräten an abgelegenen Standorten?
  Angers: Derzeit basiert der Markt für autonome Sicherheitskameras auf kostspieligen und sperrigen Lösungen. Die derzeit eingesetzten Kameras sind weder kompakt noch benutzerfreundlich. Unsere Lösungen lösen beide Probleme mit unserer Solarbetriebene Kameras V150 und V200. Sie ermöglichen eine schnelle Inbetriebnahme und sind nicht nur erschwinglich, sondern für Sicherheitsexperten auch einfach zu installieren. Aus technologischer Sicht ist die Bereitstellung einer 24/7-Überwachungslösung ohne Netzstrom definitiv die größte Herausforderung, vor der wir stehen. Solarenergie verbessert dies erheblich und steht im Mittelpunkt der Funktionsweise unserer Kameras, die darauf ausgelegt sind, Daten und Energie zu sparen. Wir sind in der Lage, eine Batterielaufzeit von mehreren Monaten in einem kompakten All-in-One-Produkt zu bieten. Eine weitere Herausforderung ist die Abdeckung und Stabilität des 4G-LTE-Signals im Vergleich zur Notwendigkeit einer sicheren Sicherung außerhalb der Cloud. Wir stellen fest, dass die gute alte lokale Sicherung nicht nur ein Sicherheitsnetz für unsere Systeme darstellt, sondern auch von Fachleuten erwartet wird.
ISC News: Für welche gängigen kommerziellen Anwendungen werden Ihre Produkte Ihrer Erfahrung nach am häufigsten eingesetzt? Oder gibt es auch eher ungewöhnliche Anwendungsbereiche?
  Angers: Zu unseren häufigsten Anwendungsfällen gehören Baustellen, ferngesteuerte Einfahrten, Parkplätze, Bootsanlegestellen und landwirtschaftliche Anlagen auf dem Land. Mit anderen Worten: Überall dort, wo WLAN nicht hinkommt, kommen unsere Sicherheitskameras zum Einsatz. Zu den eher ungewöhnlichen Anwendungsbereichen zählen die Überwachung des Wasserstands, Schneefall, Skigebiete sowie die Öl- und Gasindustrie, beispielsweise bei der Überwachung von Messgeräten an einer Pipeline. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, und möglicherweise kennen wir noch nicht einmal alle Anwendungsfälle, für die unsere Kunden Bedarf haben. Quelle: https://www.iscnews.com/security-leader-spotlight-voskers-jimmy-angers/

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Ähnliche Beiträge